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Wenn man sich nun für einen mobilen Rekorder und ein Mikrofon zum Einfangen von Ohrenblicken entschieden hat, fehlt noch die Software, die einem ermöglicht, das Audiomaterial weiterzubearbeiten.

Wer kein Geld für ein professionelles Programm ausgeben möchte, dem bieten sich mit der kostenlosen Software Audacity schon einige Möglichkeiten zur Nachbearbeitung. Ich selber nutze Audacity nicht, denn für den Ohrenblicke-Podcast reichen die Möglichkeiten bei weitem nicht aus. Da ich aber hin und wieder Leute in Sachen Audiobearbeitung berate, habe ich es trotzdem installiert und zumindest ein wenig damit herumgespielt.

Für ein kostenloses Programm ist es wirklich nicht übel: Man kann schneiden, hat sogar mehrere Spuren zur Verfügung, kann also beispielsweise Sprache mit Musik und/oder Geräuschen mischen und es gibt auch eine Effektsektion. Diese Effekte greifen allerdings destruktiv in das Material ein, d.h. sie verändern das Audiomaterial und lassen sich später nicht mehr entfernen oder verändern. Gleiches gilt für den Schnitt. Es gibt auch einen Hüllkurveneditor, was unerlässlich ist, wenn man dynamische Lautstärkeänderungen vornehmen will. Das braucht man beispielsweise, wenn man die Musik während der Sprache herunterblendet.

Das Programm lässt sich durch PlugIns erweitern, was ich jedoch noch nicht getestet habe. Audacity kann auch das mp3-Format schreiben. Hierzu muss man jedoch einen Encoder gesondert herunterladen und in den Optionen entsprechende Einstellungen vornehmen.

Für den Anfänger in Sachen Audiobearbeitung ist Audacity eine passable und kostenlose Möglichkeit, erste kleine Beiträge zu basteln. Später kann man dann immer noch auf ein besseres und kostenpflichtiges Programm umsteigen. Das Programm gibt es für die Betriebssysteme Windows, Mac OS, Linux und Unix.

Links:
Download Audacity
Der Encoder LAME für das Encodieren von mp3
Eine kleine Anleitung zu Audacity
Anfangs hatte ich für meine Podshots auch Audacity genommen -- und es hätte soweit auch meinen Ansprüchen genügt -- aber ich bin dann doch sehr schnell davon wieder weggekommen, weil es mir mehr als einmal passiert ist, dass beim Wiederöffnen der Datei die Spuren zeitlich gegeneinander verschoben waren. Spätestens, wenn einem das mehr als drei mal passiert, sucht man eine Alternative.

Sehr störend fand ich an Audacity auch, dass man Änderungen (z. B. Lautstärke) nicht während des Abspielens vornehmen konnte...

... somit bin ich zu SONY ACID Music Studio gewechselt, das für knapp 50 EUR (z. b. bei Amazon) all meinen Ansprüchen genügt (das Programm gibt es auch als Profi-Version für um die 700 EUR) und sicher auch Anfängern keine größeren Hürden als Audacity auferlegt -- eher im Gegenteil.

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- Coke
Hallo Coke,

hättest du Lust einen kleinen Erfahrungsbericht über das Programm zu schreiben?
hm... kann ich mal probieren; allerdings wäre zu berücksichtigen, dass ich natürlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten des Programmes nutze (eigentlich ist es wohl für Musiker gedacht?), aber ein "Erfahrungsbericht" sollte möglich sein.

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- Coke
Hallo Jens,

Ohrenblicker schrieb:
Diese Effekte greifen allerdings destruktiv in das Material ein, d.h. sie verändern das Audiomaterial und lassen sich später nicht mehr entfernen oder verändern. Ende Zitat


Hier gibt es eine gute Anleitung zum Umgang mit Effekten:
http://www.audacity-forum.de/download/ed...ffekte.htm

Die Originalspur wird kopiert und invertiert. Spielt man beide Spuren ab, hört man nichts.
Eine weitere Kopie der Originalspur wird erstellt, und die Effekte werden nur auf diese Spur angewendet.
Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, wird die Spur mit den Effekten und die invertierte Spur zusammen gefügt. Übrig bleiben nur die Effekte.
Nun hat man die Originalspur und die Effektspur. Letztere kann beliebig zum Original gemischt werden. Wenn es nicht gefällt, einfach löschen und noch mal.
Ich verwende nur die Betaversion (1.3.5) von Audacity. Die Effekte (besonders Rauschentfernung) funktionieren wesentlich besser als in der stabilen Version.

Gruss, Frank.

Allein dieses ...

Frank schrieb:
Wenn es nicht gefällt, einfach löschen und noch mal.Ende Zitat

... kann schon sehr aufwändig werden. Mein ACID Musicstudio erlaubt, verschiedene Filter/Effekte in Reihe beliebig ein- und auszuschalten, bis das gewünschte Ergebnis vorliegt -- ganz ohne an irgend einem Punkt wieder von vorne anfangen zu müssen. Und insbesonders beim Schneiden, oder Ein- und Ausblenden von Audiospuren habe ich mehr als einmal etwas weggeschnitten/ausgeblendet, was ich später dann doch wieder haben wollte.

Meiner Meinung nach ist die nicht-destruktive Veränderung des Originalmaterials ein unabdingbarer Punkt bei der Auswahl der Software -- gerade für Anfänger ist der Frustfaktor schnell sehr hoch, wenn man sein Audiomaterial durch einen doofen Fehler unwiederbringlich zerstört hat und wieder bei Null anfangen muss.

Trotzdem ist Audacity für das erste 'reinschnuppern, ob einem Audiobearbeitung überhaupt spass macht, sehrwohl gut geeignet.

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- Coke

also ich mache sehr selten etwas mit Audiobearbeitung am PC und muss sagen, dass ich mit Audacity bis jetzt alles so machen konnte wie ich es wollte. Ist intuitiv zu bedienen und ist nicht überladen mit zu vielen Funktionen, sodass ,man selbst als blutiger Anfänger gut zurecht kommt.

Das Problem, dass Effekte die Spur destruktiv bearbeiten war mir immer egal, da ich sowieso immer nur eine Kopie des orignals bearbeite.
Ich habe auch Audacity genutzt und war eigentlich auch ziemlich zufrieden damit. Momentan suche ich immernoch nach einem geeigneten Programm... Propaganda? LogicAudio? ...

Ist jemand besonders zufrieden mit einem Programm?
Die Frage ist
1. Welches System benutzt du (Logic gibt's nur noch für Mac)
2. Was genau willst du machen?

Wenn du Windows nutzt, empfehle ich Samplitude SE. Das gibt es manchmal sogar gratis in PC-Zeitschriften, die man meist auch nachbestellen kann. Siehe auch hier.

Wenn du'n Mac hast: Da kenne ich jetzt nur ProTools, was aber für den Profi-Bereich konzipiert ist. Logic ist vor allem was für Musikproduktionen. Viele nutzen Garageband.

Propaganda kenne ich nicht.
Propaganda ist ein Programm, dass du dir für 50 Dollar aus dem Netz laden kannst. Es ist ein Englisches (bzw. Amerikanisches) Aufnahmeprogramm.

Logic ist nur für Mac? Das wusste ich nicht.

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