23.05.2008, 11:06
Das Leben als Sehender ist nicht leicht. Wie will man ein Forum auf Tauglichkeit für Blinde optimieren, wenn man nur Maus und Bildschirm gewohnt ist und noch nie mit einem Screenreader gearbeitet hat? Fragt man Blinde, geben sie in der Regel freundlich Auskunft. Meistens versteht man aber nur Bahnhof, denn Blinde sehen eine Internetseite völlig anders als ein Sehender. Ob eine Schrift groß oder klein ist, ob sie rechtsbündig oder zentriert ist und wie groß eine Grafik ist, interessiert den Screenreader nicht, er plaudert aber gerne Informationen aus, die er dem Quelltext entnimmt und die für Sehende unsichtbar sind.
Meine Erfahrung der letzten Tage hat gezeigt: Blinden íst oftmals gar nicht bewusst, dass Sehende einen völlig anderen Zugang zu Webseiten haben als ein Screenreader. Erst sehr spät habe ich erfahren, dass Screenreader dem Benutzer beispielsweise mitteilen, wenn ein Link auch durch einen Tastenbefehl aufgerufen werden kann und die Tastenkombination durchsagen. Meine Anleitung zur Nutzung der Tastaturbefehle scheint demnach jetzt eher Sehenden zu nützen als Blinden, für die so etwas ohnehin Alltag ist.
Mein teilweise penetrantes aber eher erfolgloses Betteln in mehreren Foreneinträgen, mir doch bitte mal die Funktionsweise eines Screenreaders zu erklären und mich nicht dumm sterben zu lassen, hat nun durch den Tipp meiner Lieblingshörerin Sarah erst mal ein Ende:
Sie empfahl mir das Programm Jaws, einen Screenreader, den man zu Testzwecken in eingeschränkter Form kostenlos nutzen kann.
Endlich durfte ich das Internet einmal aus Sicht eines Blinden kennenlernen und meinen Horizont erweitern. Doch ich freute mich zu früh. Wie es mir erging, hört ihr in folgendem kleinen Live-Mitschnitt. Ein Zwiegespräch zwischen Maschine und Mensch, das mich im Nachhinein an Sketche von Loriot erinnert, das allerdings von niemand anderem geschrieben wurde als vom Leben selbst, welches ja in der Regel von seinem Co-Autor, Herrn Murphy vertreten wird.
Der Audiot und das Plappermaul - Der Tragödie erster Teil
Meine Erfahrung der letzten Tage hat gezeigt: Blinden íst oftmals gar nicht bewusst, dass Sehende einen völlig anderen Zugang zu Webseiten haben als ein Screenreader. Erst sehr spät habe ich erfahren, dass Screenreader dem Benutzer beispielsweise mitteilen, wenn ein Link auch durch einen Tastenbefehl aufgerufen werden kann und die Tastenkombination durchsagen. Meine Anleitung zur Nutzung der Tastaturbefehle scheint demnach jetzt eher Sehenden zu nützen als Blinden, für die so etwas ohnehin Alltag ist.
Mein teilweise penetrantes aber eher erfolgloses Betteln in mehreren Foreneinträgen, mir doch bitte mal die Funktionsweise eines Screenreaders zu erklären und mich nicht dumm sterben zu lassen, hat nun durch den Tipp meiner Lieblingshörerin Sarah erst mal ein Ende:
Sie empfahl mir das Programm Jaws, einen Screenreader, den man zu Testzwecken in eingeschränkter Form kostenlos nutzen kann.
Endlich durfte ich das Internet einmal aus Sicht eines Blinden kennenlernen und meinen Horizont erweitern. Doch ich freute mich zu früh. Wie es mir erging, hört ihr in folgendem kleinen Live-Mitschnitt. Ein Zwiegespräch zwischen Maschine und Mensch, das mich im Nachhinein an Sketche von Loriot erinnert, das allerdings von niemand anderem geschrieben wurde als vom Leben selbst, welches ja in der Regel von seinem Co-Autor, Herrn Murphy vertreten wird.
Der Audiot und das Plappermaul - Der Tragödie erster Teil

