22.04.2009, 08:50
Sie kamen, sie sagten hallo, sie verschwanden wieder. Viele Blinde haben mir Feedback zu meinem Forum gegeben. Alle waren sich offenbar einig, dass dieses Forum für Blinde sehr gut zugänglich und bedienbar ist. Nur leider nutzt es trotzdem keiner. 
Cord hatte mich ja bereits vorgewarnt, dass Blinde einfach nicht gerne Foren nutzen. Und ich dachte mir mit meinem Dickschädel: "Jetzt erst recht!" und bastelte Wochenlang an der Forensoftware herum, warf alles raus, was ich für überflüssig hielt, baute unsichtbare Brücken ein, die nur für Screenreader "sichtbar" sind, beschäftigte mich mit Access-Keys und dem Thema Barrierefreiheit im Allgemeinen.
Hiermit erkläre ich das Experiment "Forum für den Austausch zwischen Blinden und Sehenden" offiziell für gescheitert.
Ich bereue jedoch nicht, dass ich mir diese Arbeit gemacht habe, denn ich habe viel dabei gelernt und einige interessante Kontakte geknüpft. Und dann ist ja noch die, ich nenne sie mal Folge X in Planung, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie im Rahmen des Podcasts mache oder versuche, eine Radioredaktion von dem Projekt zu überzeugen, sodass zumindest die Finanzierung geklärt ist.
Die Idee des Austauschs mit Blinden werde ich aber weiterverfolgen. Entweder wird es eine Mailingliste geben (auch wenn das 20. Jahrhundert ist, aber für Blinde sind Mailinglisten einfach komfortabler) oder vielleicht entdecke ich ja irgendwann mal eine bessere Art der Kommunikation. Alle reden von Web 2.0, Social Networks oder benutzen ähnlich alberne Wortkonstruktionen, Videoportale boomen und die Nutzerdatensammler Amazon und Google teilen die Weltherrschaft unter sich auf. Aber warum entwickelt keiner mal was Sinnvolles für Blinde?
Klar, die Zielgruppe ist zu klein, aber da sieht man, dass es im Internet doch letztlich wieder nur um das eine geht. Wir Nutzer, Blogger und Podcaster halten das Web zwar mit unseren Inhalten, Käufen und Aktionen am Leben, aber andere machen den Profit. Nimmt man den Ausdruck "Social Media" beim Wort, dann heißt das für mich auch Integration sogenannter Randgruppen, doch damit lassen sich keine Umsätze generieren oder "Reichweiten" erzielen.
Auf der anderen Seite merke ich aber auch bei Blinden, dass viele lieber "unter sich" sind oder dass sie zu wenig auf sich aufmerksam machen. Viele Webseitenbetreiber wissen sicherlich gar nicht, wo ihre Seiten Barrieren für Blinde beinhalten, weil es ihnen einfach niemand sagt.
Nun ja, das war jetzt mal so spontan in die Tastatur gehauen. Vielleicht mag ja doch noch jemand darüber diskutieren?

Cord hatte mich ja bereits vorgewarnt, dass Blinde einfach nicht gerne Foren nutzen. Und ich dachte mir mit meinem Dickschädel: "Jetzt erst recht!" und bastelte Wochenlang an der Forensoftware herum, warf alles raus, was ich für überflüssig hielt, baute unsichtbare Brücken ein, die nur für Screenreader "sichtbar" sind, beschäftigte mich mit Access-Keys und dem Thema Barrierefreiheit im Allgemeinen.
Hiermit erkläre ich das Experiment "Forum für den Austausch zwischen Blinden und Sehenden" offiziell für gescheitert.
Ich bereue jedoch nicht, dass ich mir diese Arbeit gemacht habe, denn ich habe viel dabei gelernt und einige interessante Kontakte geknüpft. Und dann ist ja noch die, ich nenne sie mal Folge X in Planung, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie im Rahmen des Podcasts mache oder versuche, eine Radioredaktion von dem Projekt zu überzeugen, sodass zumindest die Finanzierung geklärt ist.
Die Idee des Austauschs mit Blinden werde ich aber weiterverfolgen. Entweder wird es eine Mailingliste geben (auch wenn das 20. Jahrhundert ist, aber für Blinde sind Mailinglisten einfach komfortabler) oder vielleicht entdecke ich ja irgendwann mal eine bessere Art der Kommunikation. Alle reden von Web 2.0, Social Networks oder benutzen ähnlich alberne Wortkonstruktionen, Videoportale boomen und die Nutzerdatensammler Amazon und Google teilen die Weltherrschaft unter sich auf. Aber warum entwickelt keiner mal was Sinnvolles für Blinde?
Klar, die Zielgruppe ist zu klein, aber da sieht man, dass es im Internet doch letztlich wieder nur um das eine geht. Wir Nutzer, Blogger und Podcaster halten das Web zwar mit unseren Inhalten, Käufen und Aktionen am Leben, aber andere machen den Profit. Nimmt man den Ausdruck "Social Media" beim Wort, dann heißt das für mich auch Integration sogenannter Randgruppen, doch damit lassen sich keine Umsätze generieren oder "Reichweiten" erzielen.
Auf der anderen Seite merke ich aber auch bei Blinden, dass viele lieber "unter sich" sind oder dass sie zu wenig auf sich aufmerksam machen. Viele Webseitenbetreiber wissen sicherlich gar nicht, wo ihre Seiten Barrieren für Blinde beinhalten, weil es ihnen einfach niemand sagt.
Nun ja, das war jetzt mal so spontan in die Tastatur gehauen. Vielleicht mag ja doch noch jemand darüber diskutieren?

