So, und mit dem Wissen, daß kein Mensch diesen Beitrag verstanden hat (der Bruder, des Mannes, des Nachbarn kennt einen Bäcker, der einen Schwippschwager hat) und ich es mir nun mit dem Ohrenblicker verdorben habe, verlasse ich für heute dieses Forum.
Vorher mache ich aber nochmal ganz fies Reklame.
GEWINNSPIEL BEI DÜBELS GEISTESBLITZ !!!
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Das sicher nicht. Aber ist Radio-Comedy lustig? 
Wilson kennt noch 'ne ganze Menge Leute. Also, das könnte durchaus stimmen. Aber von dieser Schwester weiß ich auch nichts.
Ob Radio-Comedy lustig ist? Ich sage (ganz provozierend) JA, aaaaaaaaaaaaber ...
die meisten Radio-Comedys werden unnötig in die Länge gezogen und beziehen ihren Witz meist nur noch aus bestimmten wiederkehrenden Elementen. Ein Beispiel hierfür wäre die Mark Medlock Comedy letztes Jahr bei Eins Live, in der der damals amtierende DSDS-Gewinner durch den Kakao gezogen wurde. Okay, diese Art von Humor mag nicht das Niveau eine Loriot haben, aber dennoch gab es da einige Folgen, bei denen ich am Boden gelegen habe. Nach der ca. 10. Folge wurde das ganze dann aber langweilig und man merkte förmlich wie die Gagschreiber die komplette Handlung der Folge nur noch darauf hinschrieben, daß der Comedy-Mark endlich seinen Stammspruch "Scheiß die Wand an" ablassen konnte. Keine Ahnung, wie viele Folgen davon noch produziert wurden, aber es waren eindeutig zu viele.
Ähnliches Beispiel wäre die Grillstube Saloniki. Allein auf der erhältlichen CD befinden sich über 50 Tracks, die immer nach dem selben Schema laufen. Mann kommt in Grillstube, Grieche stellt Sonderangebot vor, Mann bestellt Gyros mit Pommes, dann ein lustiger Kalauer, dazwischen kommt nochmal Helena und dann die Schlusspointe.
Bestimmt ist auch der kleine Nils bekannt, der mit seiner Kinderstimme lustige Telefonstreiche spielt. Auch hier gab es einige nette Nummern, doch es wurde ebenso der Punkt überschritten, wo das ganze die Originalität verloren hatte und nur noch zur Massenware wurde.
Norman vom Normcast hatte mich vor einiger Zeit mal gefragt, ob ich nicht Lust hätte, eine eigene kleine Rubrik in der Podparade zu bekommen und natürlich habe ich da auch gleich zugesagt. Dann habe ich mir überlegt, was man denn da so machen könnte. Schliesslich will man ja seine besten Sachen nicht in anderen Podcasts verpulvern, sondern lieber im eigenen. Also wollte ich mir da auch mal so ein Schema ausarbeiten, wie die bekannten Radio-Comedys, aber... ganz ehrlich, ich habs nicht hingekriegt. Oder anders ausgedrückt, ich hätte es hinkriegen können, aber das Ding in meinem Schädel zwischen den Ohren wollte nicht. Für mich liegt der Sinn des Podcastens darin, neue Dinge auszuprobieren. Daher ist mein Podcast mal eher hörspiellastig, mal erzähle ich eine Geschichte, dann berichte ich wieder von Dingen, die ich in der Zeitung oder im Fernsehen gesehen habe. Zwar immer irgendwo lustig (zumindest versuche ich es), aber eben immer anders. Je nachdem wozu ich grad Lust habe.
Trotzdem bleib ich dabei: Radio-Comedy ist lustig. Und wenn man eine gehört hat, sollte man auch schnell wieder damit aufhören und dann einen guten Podcast geniessen.

P.S.: Und ich muss mich korrigieren. Der Jens ist lustig. Ich habe damals über seine "Thank you for the music"-Therapie gelacht.
Noch ein P.S.: Ähem, Sorry Wilson, ich glaube ich habe soeben Deine Laberlounge vollgelabert. Soll nicht wieder vorkommen.

- Coke

Das sehe ich ähnlich. Podcasting ist eine Spielwiese, auf der man sich wunderbar ausprobieren kann. Podcasting funktioniert anders als Radio. Radio ist ein Hintergrundmedium, daher ist Radio-Comedy meist recht einfach gestrickt. Und deshalb finde ich Dübels Geistesblitz auch witziger. Einem Podcast hört man bewusst zu. Der muss nicht von überstrapazierten Running-Gags oder flachen Zoten leben.
Ich hatte mich auch mal an Radio-Comedy versucht. Aber ich bin wieder von dort weggekommen. Ich finde es frustrierend, wenn man mir sagt, der Gag würde die Zuhörer intellektuell überfordern. Nein, es war keine Satire zu Kants Kritik der reinen Vernunft oder Witze über die Relativitätstheorie, es waren ganz banale Gags, wie ich sie auch manchmal in Ohrenblicke verwende, die aber wohl immer noch nicht simpel genug waren, dass auch Bild-Leser sie verstehen und die ich lieber durch Gags mit vielen f.-Wörtern oder andere Zoten ersetzen sollte. Dazu kommt, dass Radio-Comedy laut, überdreht und plump sein muss, damit sie auch bloß auffällt und die Zuhörer wissen: Aha, das ist jetzt lustig.
Telefonstreiche sind die erfolgreichste, aber für mich auch nervigste Form von Radio-Comedy. Es ist eine Seuche. Wahrscheinlich ist statistisch bereits jeder Bundesbürger schon zweimal am Telefon verarscht worden.
Die lustigste Radio-Comedy ist für mich von Stenkelfeld. Falls du die noch nicht kennst, vor allem die ersten CDs sind wirklich hörenswert.
Aber Humor ist halt auch Geschmacksache. 

Die Pioniere in Deutschland waren SWF 3 sowie Kalkofe und Wischmeyer mit dem Frühstycksradio auf FFN. Später dann wollten andere auch lustig sein, haben das nachgemacht und heute haben wir das Problem, dass man die Radiosender nicht mehr auseinanderhalten kann, weil ja alle so gut gelaunt und lustig sind und alle die besten Hits spielen.

Ja klar. Wie konnte ich die vergessen? Ich habe 9 CD´s von denen in meinem Archiv. Aber auch wenn Stenkelfeld Radio-Comedy ist, so zählt es für mich irgendwie nicht dazu. Stenkelfeld macht mal Spaßreportagen (obwohl das Wort jetzt irgendwie zu platt klingt), es gibt die Kunstgalerie Stenkelfeld und diese Hochschaukelgeschichten, wo am Ende meist alles in Schutt und Asche liegt. Die Länge der Tracks ist dabei auch nicht festgelegt und nicht zuletzt ist Stenkelfeld Satire pur. Genial.